bild

Brand-Erbisdorf, 11.06.2024

Die Beratungslehrerin verabschiedet sich -

liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
am Mittwoch, den 19.Juni geht das diesjährige Schuljahr zu Ende.Vor uns allen liegen unterrichtsfreie Wochen, in denen wir innehalten, ausruhen dürfen, die Akkus laden und die Seele baumeln lassen können. Ein Tag also, der von vielen herbeigesehnt wird. Im Normalfall natürlich auch von mir.
 
Doch in diesem Jahr ist alles etwas anders.
Am 19. Juni geht für mich eine 17jährige Schulzeit am Cotta zu Ende. 
Was meine ich damit?
 
Sicherlich kennt ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, als auch Sie liebe Eltern und Kollegen den Spruch von Goethe: „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen. Wurzeln, so lange sie klein sind, Flügel, wenn sie größer werden.“ Ich bekam die stabilsten Wurzeln, die man sich nur wünschen konnte und meine Flügel sind durch viel Vertrauen meiner Eltern in mich stark und kräftig geworden. Und nun ist für mich die Zeit gekommen, in Dankbarkeit und Liebe, von meinen Kräften wieder etwas zurückzugeben.Ich kehre in meine alte Heimat, das Westerzgebirge zurück. Dies bedingt, aufgrund eines zu langen Arbeitsweges einen Schulwechsel.
 
17 Jahre Lehrerin am Cotta, davon 14 auch als Beratungslehrerin. Das streift man nicht einfach so ab, dass lässt man nicht einfach so hinter sich. Die Zeit nehme ich dankend mit.
 
17 Schuljahre geprägt von:
  • Lachen, Abenteuern, Tränen, Arbeit bis zum Anschlag, Freundschaften, große staunende, neugierige Kinderaugen am ersten Tag der Fünftklässler bis hin zu stolzen Abiturienten bei der Übergabe der Abizeugnisse.
  • Freude und Spaß bei Klassenveranstaltungen, gute und nicht so gute Ergebnisverteilung, dem Trösten, dem Trocknen von Tränen bei Liebeskummer und Leistungsdruck,
  • unzählig vielen Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern, mit gut und weniger gut gelaunten Eltern und Kolleginnen und Kollegen,
  • dem Kampf mit Ämtern für das Wohl der Kinder,
  • dem ständigen Anpassen und Umsetzen neuer Gesetzlichkeiten.
  • millionenfachem „Guten Morgen“ im Atrium.
  • Diese Liste könnte ich noch um zahlreiche Ereignisse und Dinge ergänzen. Nicht eines möchte ich missen.
Wenn ich zurückblicke, dann sind wir, alle an Schule Beteiligten, meist geschlossen gemeinsam Problemen begegnet, haben den gewohnten sowie ungewohnten Alltag mit Offenheit, mit Geduld und Verständnis füreinander gestaltet. Natürlich gab es auch Reibungsflächen basierend auf unterschiedlichen Sichtweisen. Das gehört dazu. An solchen Klärungsgesprächen bin ich „gewachsen“.
 
DANKE für euer und Ihr VERTRAUEN.
 
DANKE, dass ich all die Jahre ein Teil des COTTA-UNIVERSUMS sein durfte.
 
Ich wünsche euch und Ihnen einen schönen Sommer, eine erholsame Zeit und wünsche allen Gesundheit.
 

Andrea Roscher